Auch die Einfahrt nach Arrecife
haben wir
verpasst. Wir haben hier auf dem Schiff eine langen und tiefen
Schlaf und lassen uns auch durch Anlegemanöver nicht
stören.
Ein Blick vom Schiff, nach dem Frühstück, beruhigte mich.
Auch hier waren wieder reichlich Taxen vorgefahren, da würden wir
schon jemanden finden, der unsere Tour fahren würdel. Nachdem wir von
Bord waren, haben wir einem Taxifahrer
erklärt
was wir unternehmen wollten und für 90 Euro wurden wir uns
einig. Die nächsten 4-5 Std. hatten wir also einiges vor.
Nach
einer kurzen Fahrt durch Arrecife und einige große Kreisverkehre
wo Skulpturen (oder heißt es Kunstwerke) von Cesar Manrique
im Zentrum standen, kamen wir am Kulturzentrum (Fundacion de Cesar Manrique)
an, wo wir die Anlage nur kurz von außen besichtigten.
Flache Gebäude auf einem sehr schönen schwarzen
Lavastrom und ein imposant angelegter Garten im Eingangsbereich.Nach kurzer Fahrt über eine schöne Landstraße, die links und rechts interessant bepflanzt war, kamen wir in die Ex - Hauptstadt Teguise. Prächtige
weiße Gebäude, grüne Fenster, grüne
Schlagläden und und grüne Balkone. Sah irgendwie aus wie "Ein
Dorf soll schöner werden", der Ortskern steht unter Denkmalschutz.![]() Für mich alles etwas zu künstlich. Leider war kein Markttag (immer Sonn- und Feiertags). Da soll es besonders imposant zugehen, auf dem großen Hauptplatz hinter den zentralen Gebäuden im Stadtzentrum. Weiter
ging es durch das Tal der tausend Palmen nach Haria, ein kleiner
verschlafener Ort. Nach einem kurzen Photostopp und Stau (es fand
gerade eine Beerdigung statt, die durch den Ort zog) ging es weiter
hoch ins Famara Gebirge um vom Mirador del Rio (für 5 Euro) einen Blick auf die kleinste Insel der Kanaren Isla La Graziosa zu werfen.Oben angekommen, brachte uns der Taxifahrer zu einem einsamen Aussichtpunkt (nicht ganz so hoch gelegen wie der Mirador del Rio, dafür aber kostenlos. So richtig lohnte der Ausblick nicht. Es war sehr diesig, sehr starker Wind (man kam kaum aus dem Auto heraus) und für Photos gab es keinen richtigen Stand. Außerdem flogen einem ständig kleine Steinchen und Staub ins Gesicht. Es ging danach wieder bergab Richtung Küste durch riesige, vermooste Lavafelder bis zur Höhle Los Jameos del Aqua,
einer großen Lavablase mit kleinen, aber blinden,
weißen
Salzwasserkrebsen. Diese Höhle haben wir für 8 Euro Eintritt
besichtigt, sehr eindrucksvoll und schön ausgestaltet (auch hier
hatte Cesar Manrique seine Finger im Spiel). Weiter ging es zum Jardin de Cactus.
Da wollte ich, als Kakteenfan, unbedingt hin. Diese Kakteenansammlung in
einem künstlich erstellten Kessel (Cesar Manrique) hat mir
ausgesprochen gut gefallen, echt imposante Kakteen waren hier zu
bestaunen. Für 5 Euro ein lohnende Geschichte. Nach einer kurzen
Getränkepause im Restaurant des Gartens ging es zurück zum
Schiff. Es war schon wieder 16 Uhr und ein schöner Ausflug war
eigentlich viel zu schnell zu Ende gegangen.Den Abend starteten wir gegen 20 Uhr mit einem sehr leckeren Abendessen im Marktrestaurant. Die Auswahl war wieder mal unglaublich. Wir hatten diesmal direkt einen schönen Tisch gefunden, nette Kellner versorgten uns mit frischen Servietten, Gläsern und Wein. Lothar und Iris gingen danach noch zum Portrait Shooting. Wir
gingen hoch zur Disco auf Deck 12 und erlebten auf der
aufgebauten Grossbild-Leinwand den Rest des UEFA Cup Spiels Bayern
- Gestafe. Nix dolles, aber da konnte man rauchen und bunte Drinks gab
es hier auch wieder. Später stießen noch Lothar u. Iris,
"gestresst" vom Phototermin zu uns und so gab es den obligatorischen
Absacker, zum Abschluss eines weiteren schönen Tages. Morgen
stand schon der letzte Landgang der Kreuzfahrt, auf Gran Canaria, auf
unserem, wiederum selbst gestrickten, Programm. |